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Mit Elbe-Projekt wird die erste kommerzielle HGÜ-Anlage der Welt bezeichnet, die der Stromübertragung vom Kraftwerk Vockerode nach Berlin-Marienfelde dienen sollte und zwischen 1941 und 1945 errichtet wurde, aber nicht mehr in Betrieb ging. Für diese Anlage wurden Stromrichterstationen südlich des Kraftwerks Vockerode bei 51°50'32"N   12°21'26"O [http://ostkohle.de/html/kw_vocke10.html] und in Berlin-Marienfelde bei 52°25'39"N   13°22'13"O errichtet. Die HGÜ des Elbeprojekts war vollständig als Erdkabel ausgeführt, welches für eine Betriebsspannung von 200 kV und eine maximale Übertragungsleistung von 60 MW ausgelegt war. Nach 1945 wurde die Anlage von den sowjetischen Besatzungsmächten demontiert und diente dann für den Aufbau einer inzwischen stillgelegten HGÜ-Verbindung von Moskau nach Kaschira.

Die einstige Stromrichterhalle in Vockerode diente später als Werkstatthalle des Kraftwerks Vockerode und heute als Industriegebäude, ihr Gegenstück in Berlin-Marienfelde beherbergt heute die Beachvolleyballhalle "South Beach".

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